Anwendung
Nachleuchtpigmente für Farben, Lacke & Beschichtungen
Ob Wandfarbe, Lacksystem oder technische Beschichtung – phosphoreszierende Pigmente lassen sich in viele farbbasierte Systeme integrieren. Entscheidend sind dabei Partikelgröße, Einfärbung und Verträglichkeit mit dem jeweiligen Bindemittel.

Technik
Technische Eckpunkte
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Partikelgröße je nach Deckkraft und Schichtdicke
Feinere Körnungen lassen sich dünner und glatter auftragen, leuchten aber etwas schwächer. Welche Körnung passt, hängt von Auftragsverfahren und Zielschichtdicke ab.
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Wasser- oder lösemittelbasierte Systeme
Die Pigmente sind SiO₂-beschichtet und damit hydrolysestabil – sie lassen sich auch in wasserbasierte Systeme einarbeiten. Wasser- und ölbasierte Systeme selbst sind nicht direkt miteinander mischbar.
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Untergrund und Transparenz
Der Träger sollte so transparent oder hell wie möglich sein: Deckende oder dunkle Bindemittel schlucken Leuchtkraft. Auf dunklem Untergrund hilft eine helle Grundierung.
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Dosierung und Auftrag
Richtwert 15–20 % Pigment bezogen auf das Trägermaterial, bei deckenden Trägern wie weißer Wandfarbe 30–50 %. Große Flächen werden gleichmäßiger im Spritzverfahren mit Pigment in transparentem Lack, in mehreren Schichten.
Tageslicht & Dunkelheit
So wirkt das Pigment in der Farbe
Bei Tageslicht sieht man die zarte Eigenfarbe des Pigments, im Dunkeln die Nachleuchtfarbe. Natur-Grün und Blaugrün leuchten am stärksten; eingefärbte Töne wie Orange sind bei Tag kräftiger, leuchten aber schwächer nach.








Rohstoffe
Passende Rohstoffe & Weiterverarbeitung
Wir liefern den nachleuchtenden Grundbaustein – Sie verarbeiten ihn weiter. Für Farben, Lacke & Beschichtungen kommen diese Rohstoffe in Frage:
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Pigmente
Einrühren in Bindemittel oder transparenten Lack; Auftrag per Rolle oder im Spritzverfahren, in zwei bis drei Schichten.
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Granulate
Einstreuen in die frische Beschichtung und mit einer transparenten, trittfesten Deckschicht versiegeln – etwa für Bodenmarkierungen.
Praxis
Typische Einsatzfälle
- Sicherheitsmarkierungen auf Wand- und Bodenfarben
- Dekorative Lacksysteme
- Technische Beschichtungen mit Nachleuchtfunktion
- Fluchtweg-relevante Anstriche
Warum LUMENTIFY
Für Farben, Lacke & Beschichtungen
Wir kennen die Wechselwirkung zwischen Pigment und Bindemittel aus zahlreichen individuellen Anforderungen und beraten Sie, welche Korngröße und Dosierung für Ihr System sinnvoll ist.
Material
Materialdaten im Überblick
Eckdaten unserer Nachleuchtpigmente. Wie stark ein Produkt am Ende leuchtet, hängt von Träger, Schichtdicke, Dosierung und Anregung ab – deshalb klären wir das gemeinsam über eine Bemusterung in Ihrem eigenen System.
| Werkstoff | Europium-/Dysprosium-dotiertes Strontiumaluminat, anorganisch |
|---|---|
| Oberfläche | SiO₂-beschichtet, dadurch hydrolysestabil – auch dauerhaft in Wasser |
| Thermische Stabilität | Leuchtpigment 1.100–1.200 °C; ab ca. 150 °C nur ungefärbte Pigmente (heller, weißlicher Tagesfarbton) |
| Leuchtfarben | Natur-Grün (Basiston, stärkste Leuchtkraft), Blaugrün, Blau ungefärbt; eingefärbt und schwächer: Blau, Lila und weitere Töne; Weiß für sehr weißen Tagesfarbton |
| Leuchtdauer | Natur-Grün, Blaugrün, Blau: über 10 Stunden in absoluter Dunkelheit, nach 1–2 Stunden als Glimmen |
| Anregung | UV-Anteil (Tageslicht, UV ab 365 nm) lädt am schnellsten, Kunstlicht langsamer |
| Richtwert Dosierung | 15–20 % bezogen auf das Trägermaterial, bei deckenden Trägern 30–50 % |
| Alterung | sehr geringe Alterung |
Muster für Farben & Lacke anfragen
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