Anwendung
Nachleuchtpigmente für Kunststoffe & Masterbatch
Bei der Verarbeitung in Kunststoffen entscheidet die Kompatibilität mit dem Trägermaterial und dem Verarbeitungsprozess über das Ergebnis – ob im Spritzguss, in der Extrusion oder als Masterbatch-Vorstufe.

Technik
Technische Eckpunkte
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Temperaturbeständigkeit im Verarbeitungsprozess
Das Leuchtpigment selbst ist bis 1.100–1.200 °C thermisch stabil. Eingefärbte Pigmente enthalten organische Farbstoffe und sollten ab ca. 150 °C nicht mehr eingesetzt werden. Für die Kunststoffverarbeitung eignen sich die ungefärbten Pigmente – erkennbar am hellen, weißlichen Tagesfarbton mit leichtem Farbstich, etwa Natur-Grün, Blaugrün und ungefärbtes Blau.
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Dispergierbarkeit im Kunststoffgranulat
Eine gleichmäßige Verteilung im Polymer ist die Voraussetzung für ein gleichmäßiges Leuchtbild. Körnung und Zugabeform stimmen wir auf Ihre Compoundier- oder Dosiertechnik ab. Beim Umgang mit großen Pulvermengen auf Staubbildung achten.
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Wandstärke und Einfärbung
Transparente oder helle Kunststoffe lassen Licht zum Pigment und wieder hinaus. Zusätzliche Einfärbung oder dunkle Grundmaterialien mindern die Leuchtkraft.
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Dosierung und Masterbatch
Als Richtwert gelten 15–20 % Pigment bezogen auf das Trägermaterial. Für Masterbatch-Vorprodukte stimmen wir Konzentration und Körnung mit Ihnen auf das spätere Verdünnungsverhältnis ab – nachleuchtendes Masterbatch konfigurieren wir nach Ihren Anforderungen, die Produktion ist auch in Deutschland möglich.
Rohstoffe
Passende Rohstoffe & Weiterverarbeitung
Wir liefern den nachleuchtenden Grundbaustein – Sie verarbeiten ihn weiter. Für Kunststoffe & Masterbatch kommen diese Rohstoffe in Frage:
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Pigmente
Compoundierung, Masterbatch-Herstellung oder direkte Zugabe im Spritzguss und in der Extrusion.
Praxis
Typische Einsatzfälle
- Gehäuseteile mit Nachleuchtfunktion
- Spielzeug- und Konsumgüterproduktion
- Sicherheitskennzeichnungen an Kunststoffbauteilen
- Masterbatch-Vorprodukte für Weiterverarbeiter
Warum LUMENTIFY
Für Kunststoffe & Masterbatch
Wir beraten Sie zur passenden Dosierung und Partikelgröße für Ihren Verarbeitungsprozess, damit die Nachleuchtfunktion auch in Serienproduktion zuverlässig funktioniert.
Material
Materialdaten im Überblick
Eckdaten unserer Nachleuchtpigmente. Wie stark ein Produkt am Ende leuchtet, hängt von Träger, Schichtdicke, Dosierung und Anregung ab – deshalb klären wir das gemeinsam über eine Bemusterung in Ihrem eigenen System.
| Werkstoff | Europium-/Dysprosium-dotiertes Strontiumaluminat, anorganisch |
|---|---|
| Oberfläche | SiO₂-beschichtet, dadurch hydrolysestabil – auch dauerhaft in Wasser |
| Thermische Stabilität | Leuchtpigment 1.100–1.200 °C; ab ca. 150 °C nur ungefärbte Pigmente (heller, weißlicher Tagesfarbton) |
| Leuchtfarben | Natur-Grün (Basiston, stärkste Leuchtkraft), Blaugrün, Blau ungefärbt; eingefärbt und schwächer: Blau, Lila und weitere Töne; Weiß für sehr weißen Tagesfarbton |
| Leuchtdauer | Natur-Grün, Blaugrün, Blau: über 10 Stunden in absoluter Dunkelheit, nach 1–2 Stunden als Glimmen |
| Anregung | UV-Anteil (Tageslicht, UV ab 365 nm) lädt am schnellsten, Kunstlicht langsamer |
| Richtwert Dosierung | 15–20 % bezogen auf das Trägermaterial, bei deckenden Trägern 30–50 % |
| Alterung | sehr geringe Alterung |
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