Anwendung
Nachleuchtpigmente für Silikon & Harze
Bei Gieß- und Verarbeitungsprozessen mit Silikon oder Harz kommt es besonders auf gleichmäßige Verteilung und Transparenz des Trägermaterials an, damit die Nachleuchtwirkung sichtbar bleibt.

Technik
Technische Eckpunkte
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Zwei-Komponenten-Systeme
Das Pigment ist anorganisch und SiO₂-beschichtet; angegriffen wird es erst durch hohe Temperaturen und starke Säuren. Für Harz und Silikon das reine Pigment verwenden, keine fertige Leuchtfarbe.
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Sedimentation im flüssigen Zustand
In dünnflüssigem Harz sinken die Pigmente ab. Bewährt hat sich, das Harz kurz anziehen zu lassen oder anzudicken und das Pigment dann einzurühren – oder das Pigment gezielt nur in eine obere Schicht zu geben.
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Schichtdicke und Transparenz
Das Pigment ist nicht transparent und gibt dem Harz einen weißlichen Schimmer. Über Dosierung und Schichtdicke verschiebt sich das Verhältnis zwischen Klarheit und Leuchtkraft.
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Verarbeitung
Richtwert 15–20 % Pigment bezogen auf das Harz; vorher im kleinen Maßstab testen. Eingerührte Luftblasen lassen sich mit Heißluft entfernen.
Rohstoffe
Passende Rohstoffe & Weiterverarbeitung
Wir liefern den nachleuchtenden Grundbaustein – Sie verarbeiten ihn weiter. Für Silikon & Harze kommen diese Rohstoffe in Frage:
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Pigmente
Einrühren in Harz oder Silikon für eine durchgehend leuchtende Masse oder eine leuchtende Deckschicht.
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Granulate
Einstreuen oder Eingießen als sichtbare Körner, zum Beispiel für leuchtende Adern in Gießharzobjekten.
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Leuchtsteine
Einbetten in Gießharz für Design- und Dekoobjekte mit einzelnen leuchtenden Elementen.
Praxis
Typische Einsatzfälle
- Gegossene Deko- und Designobjekte
- Technische Bauteile mit eingegossener Nachleuchtfunktion
- Kunstharz-Anwendungen im Handwerksbereich
Warum LUMENTIFY
Für Silikon & Harze
Wir unterstützen Sie bei der Auswahl des passenden Pigments für Ihr Gießsystem, damit die Verteilung im Material gleichmäßig bleibt und keine Sedimentation entsteht.
Material
Materialdaten im Überblick
Eckdaten unserer Nachleuchtpigmente. Wie stark ein Produkt am Ende leuchtet, hängt von Träger, Schichtdicke, Dosierung und Anregung ab – deshalb klären wir das gemeinsam über eine Bemusterung in Ihrem eigenen System.
| Werkstoff | Europium-/Dysprosium-dotiertes Strontiumaluminat, anorganisch |
|---|---|
| Oberfläche | SiO₂-beschichtet, dadurch hydrolysestabil – auch dauerhaft in Wasser |
| Thermische Stabilität | Leuchtpigment 1.100–1.200 °C; organische Tagesfarbstoffe eingefärbter Töne ab 200–250 °C |
| Leuchtfarben | Gelbgrün (Basiston, stärkste Leuchtkraft), Blaugrün, Blau; weitere Töne eingefärbt und schwächer |
| Leuchtdauer | Gelbgrün, Blaugrün, Blau: über 10 Stunden in absoluter Dunkelheit, nach 1–2 Stunden als Glimmen |
| Anregung | UV-Anteil (Tageslicht, UV ab 365 nm) lädt am schnellsten, Kunstlicht langsamer |
| Richtwert Dosierung | 15–20 % bezogen auf das Trägermaterial, bei deckenden Trägern 30–50 % |
| Alterung | rund 5 % weniger Leuchtkraft über 10 Jahre (Erfahrungswert) |
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