Welches Licht lädt am besten?
| Lichtquelle | Aufladung | Hinweis |
|---|---|---|
| Tageslicht / Sonne | sehr gut | hoher UV-Anteil |
| UV-Lampe ab 365 nm | sehr gut, schnell | ideal für gezieltes Laden und für Tests |
| Kunstlicht (z. B. LED) | funktioniert, aber langsamer | für Innenräume einplanen: länger belichten |
Grundsätzlich gilt: Je höher der UV-Anteil, desto schneller lädt das Pigment. Lila braucht zum Aufladen ausdrücklich UV-Licht.
Was beim Aufladen passiert
Das Pigment speichert die Energie des einfallenden Lichts und gibt sie im Dunkeln langsam als Nachleuchten wieder ab. Je vollständiger es aufgeladen ist, desto heller und länger leuchtet es nach. Die Aufladung lässt sich beliebig oft wiederholen – bei jeder Belichtung lädt das Pigment neu.
Unter UV- oder Schwarzlicht leuchten unsere Pigmente zusätzlich fluoreszierend, also schon während der Bestrahlung besonders intensiv. Mehr dazu unter Begriffe erklärt.
Kann UV-Licht den Pigmenten schaden?
Nein. Dauerhaftes UV-Licht schadet dem Leuchtpigment nicht. Eingefärbte Töne enthalten organische Farbstoffe, die unter Umständen weniger UV-stabil sind – ihre Tagesfarbe kann bei dauerhafter Bestrahlung nachlassen. Für Anwendungen mit viel UV sind daher die ungefärbten Pigmente die sichere Wahl.
Praxis-Tipps
- Markierungen dort platzieren, wo Licht hinkommt. Eine Markierung, die tagsüber im Schatten liegt, lädt schlecht.
- Kurz nachladen. Für Markierungen genügt es oft, sie für ein bis drei Sekunden mit einer UV-Taschenlampe anzustrahlen.
- Bei Kunstlicht länger belichten. In Innenräumen ohne Tageslicht braucht die Aufladung mehr Zeit.
Muster fair vergleichenWer verschiedene Muster vergleicht, sollte sie gleich lange mit derselben Lichtquelle aufladen und dann gemeinsam im Dunkeln betrachten. Sonst vergleicht man die Aufladung, nicht das Pigment.
