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Wissen · Anwendung

Nachleuchtpigmente richtig aufladen

Stand: 3 Min. Lesezeit

Ein Nachleuchtpigment gibt nur das Licht ab, das es vorher gespeichert hat. Wie gut und wie lange ein Produkt im Dunkeln leuchtet, entscheidet sich deshalb schon beim Aufladen.

Infografik Aufladen: 365 nm – UV-Anteil lädt am schnellsten

Welches Licht lädt am besten?

Lichtquellen zum Aufladen im Vergleich
LichtquelleAufladungHinweis
Tageslicht / Sonnesehr guthoher UV-Anteil
UV-Lampe ab 365 nmsehr gut, schnellideal für gezieltes Laden und für Tests
Kunstlicht (z. B. LED)funktioniert, aber langsamerfür Innenräume einplanen: länger belichten

Grundsätzlich gilt: Je höher der UV-Anteil, desto schneller lädt das Pigment. Lila braucht zum Aufladen ausdrücklich UV-Licht.

Was beim Aufladen passiert

Das Pigment speichert die Energie des einfallenden Lichts und gibt sie im Dunkeln langsam als Nachleuchten wieder ab. Je vollständiger es aufgeladen ist, desto heller und länger leuchtet es nach. Die Aufladung lässt sich beliebig oft wiederholen – bei jeder Belichtung lädt das Pigment neu.

Unter UV- oder Schwarzlicht leuchten unsere Pigmente zusätzlich fluoreszierend, also schon während der Bestrahlung besonders intensiv. Mehr dazu unter Begriffe erklärt.

Kann UV-Licht den Pigmenten schaden?

Nein. Dauerhaftes UV-Licht schadet dem Leuchtpigment nicht. Eingefärbte Töne enthalten organische Farbstoffe, die unter Umständen weniger UV-stabil sind – ihre Tagesfarbe kann bei dauerhafter Bestrahlung nachlassen. Für Anwendungen mit viel UV sind daher die ungefärbten Pigmente die sichere Wahl.

Praxis-Tipps

  • Markierungen dort platzieren, wo Licht hinkommt. Eine Markierung, die tagsüber im Schatten liegt, lädt schlecht.
  • Kurz nachladen. Für Markierungen genügt es oft, sie für ein bis drei Sekunden mit einer UV-Taschenlampe anzustrahlen.
  • Bei Kunstlicht länger belichten. In Innenräumen ohne Tageslicht braucht die Aufladung mehr Zeit.

Muster fair vergleichenWer verschiedene Muster vergleicht, sollte sie gleich lange mit derselben Lichtquelle aufladen und dann gemeinsam im Dunkeln betrachten. Sonst vergleicht man die Aufladung, nicht das Pigment.

FAQ

Häufige Fragen

Womit lädt man Nachleuchtpigmente am besten auf?
Mit Licht, das einen hohen UV-Anteil hat – Tageslicht oder eine UV-Lampe ab 365 nm. Kunstlicht lädt ebenfalls, aber langsamer.
Schadet UV-Licht den Leuchtpigmenten?
Nein, dauerhaftes UV schadet dem Leuchtpigment nicht. Nur die organischen Farbstoffe eingefärbter Töne können weniger UV-stabil sein.
Wie oft lassen sich Nachleuchtpigmente aufladen?
Beliebig oft. Bei jeder Belichtung lädt das Pigment neu und leuchtet anschließend wieder nach.

Muster anfragen

Richtwerte sind ein Startpunkt – das Ergebnis hängt von Ihrem System ab. Schildern Sie uns Trägermaterial und Verfahren, wir stellen passende Muster zusammen.

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