Die Herausforderung: fein und trotzdem hell
Für den Druck müssen die Pigmentkörner klein sein, damit sie durch das Sieb gehen und ein sauberes Druckbild ergeben. Gleichzeitig gilt bei Nachleuchtpigmenten: Je kleiner die Körnung, desto geringer das Nachleuchten. Die Kunst liegt darin, eine Körnung zu finden, die sich gut drucken lässt und trotzdem überzeugend leuchtet.
Der Zielbereich: unter 20 µm
Für Textil- und Siebdruck arbeiten wir in der Regel mit Körnungen unter 20 µm, je nach Anforderung auch deutlich feiner. Durch spezielle Fertigungstechniken bieten wir Partikelgrößen bis hinunter zu 1 µm an. Zum Vergleich: Die stark nachleuchtenden Standardpigmente liegen bei 60–80 µm – für den Druck meist zu grob.
| Korngröße | Einordnung für den Druck |
|---|---|
| 1–5 µm | sehr fein, für feinste Druckbilder; Sonderbereich durch spezielle Fertigung |
| unter 20 µm | typischer Zielbereich für Textil- und Siebdruck |
| 60–80 µm | starke Standardpigmente, für den Druck in der Regel zu grob |
Farben
Die feinen Pigmente gibt es in vielen Färbungen. Am stärksten leuchten auch hier die ungefärbten Pigmente in Natur-Grün und Blaugrün; eingefärbte Töne bringen kräftigere Tagesfarben, leuchten aber schwächer.
Worauf es in der Praxis ankommt
- Heller Untergrund. Auf hellen Textilien leuchtet der Druck stärker; auf dunklen Stoffen hilft eine helle Unterlage im Druckaufbau.
- Transparente Druckpaste. Wie bei Lacken gilt: Je transparenter das Bindemittel, desto mehr Licht erreicht das Pigment.
- Schichtaufbau. Mehr Pigment im Druck bedeutet mehr Leuchtkraft – die Balance aus Körnung, Pigmentanteil und Schichtdicke stimmen wir mit Ihnen ab.
Beratung aus ErfahrungIm Textil- und Siebdruck sind wir tief in der Materie und greifen auf langjährige Erfahrung aus vielen Projekten zurück. Wir beraten Sie zur passenden Körnung und stellen Muster für Ihren Drucktest zusammen.
