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Wissen · Material

Die richtige Korngröße für Nachleuchtpigmente

Stand: 4 Min. Lesezeit

Die Korngröße entscheidet über zwei Dinge, die sich gegenseitig beeinflussen: wie stark ein Pigment nachleuchtet – und wie fein und glatt es sich verarbeiten lässt. Wir fertigen von 1 µm bis 150 µm.

Infografik Korngröße: 1–150 µm – gröber leuchtet stärker, feiner druckt besser

Die Grundregel: gröber leuchtet stärker, feiner verarbeitet sich besser

Gröbere Pigmente leuchten stärker nach. Feinere Körnungen lassen sich dünner und glatter auftragen, leichter verarbeiten und ergeben glattere Oberflächen – leuchten aber etwas schwächer. Die richtige Korngröße ist deshalb immer ein Abwägen zwischen Leuchtkraft und Verarbeitung.

Körnungen im Überblick

Korngrößen unserer Nachleuchtpigmente und -rohstoffe
KorngrößeWas dahinterstecktTypisch für
1–5 µmSonderbereich: Üblich sind Körnungen ab 5 µm – durch spezielle Fertigungstechniken bieten wir bis 1 µm ansehr feine, dünne Schichten und glatte Oberflächen
unter 20 µmZielbereich für Textil- und Siebdruck – fein genug für Sieb und DruckbildTextil- und Siebdruck, feine Druckanwendungen
20–30 µmBereich der meisten eingefärbten Pigmentefarbige Effekte in Lacken, Harzen und Beschichtungen
60–80 µmDie stark nachleuchtenden, ungefärbten Pigmente in Natur-Grün, Blaugrün und Blauhohe Leuchtkraft bei noch guter Verarbeitbarkeit
150 µmUnsere gröbste Pigmentkörnung – leuchtet am stärkstenmaximale Leuchtkraft, wo die Körnung es zulässt; für viele Anwendungen zu grob
bis 1 mmLeuchtgranulat aus reinem StrontiumaluminatOberflächen, Gießen und Einbetten – als einzelnes Korn sichtbar
ab 4 mmLeuchtsteine aus Harz und PigmentWege, Deko, Einbetten in Harz- oder Betonoberflächen

Grundsätzlich können wir fast jede Körnung bewerkstelligen. Die Tabelle zeigt die typischen Bereiche – Zwischengrößen stimmen wir auf Ihre Anwendung ab.

Welche Körnung für welche Anwendung?

Lacke, Farben und Beschichtungen

Maßgeblich ist die Schichtdicke: Ein Korn, das dicker ist als die geplante Schicht, steht aus der Oberfläche heraus. Für dünne, glatte Lackschichten sind feine Körnungen die richtige Wahl, für dickere Beschichtungen und Bodenmarkierungen dürfen es gröbere sein – sie leuchten stärker.

Kunststoffe und Masterbatch

Körnung und Zugabeform stimmen wir auf Ihre Compoundier- oder Dosiertechnik ab. Für die Kunststoffverarbeitung gilt zusätzlich die Temperaturregel: Ab ca. 150 °C nur ungefärbte Pigmente verwenden.

Harze und Silikon

Gröbere Pigmente leuchten stärker, sinken in dünnflüssigem Harz aber auch schneller ab. Harz kurz anziehen lassen oder andicken, dann das Pigment einrühren – oder gezielt grobes Pigment oder Granulat in eine obere Schicht geben.

3D-Druck

Für Filamente und Resins sind feinere Körnungen leichter zu verarbeiten und ergeben glattere Oberflächen. Die Körnung stimmen wir auf Düse, Schichthöhe und Druckverfahren ab.

In der PraxisStarten Sie mit der gröbsten Körnung, die Ihr Verfahren und Ihre Oberfläche zulassen – das bringt die meiste Leuchtkraft. Welche das ist, klären wir gemeinsam über eine Bemusterung.

FAQ

Häufige Fragen

Welche Korngröße leuchtet am stärksten?
Die gröbste Pigmentkörnung von 150 µm. Sie ist für viele Anwendungen allerdings zu grob. Die stark nachleuchtenden, ungefärbten Pigmente in Natur-Grün, Blaugrün und Blau liegen bei 60–80 µm – ein guter Kompromiss aus Leuchtkraft und Verarbeitbarkeit.
Wie fein können Nachleuchtpigmente sein?
Üblich sind Körnungen ab 5 µm. Durch spezielle Fertigungstechniken bieten wir Partikelgrößen bis 1 µm an.
Welche Korngröße eignet sich für Lack?
Das hängt von der Schichtdicke ab: Das Korn sollte nicht dicker sein als die geplante Schicht. Für dünne, glatte Lacke eignen sich feine Körnungen, für dickere Beschichtungen gröbere, die stärker leuchten.

Muster in Ihrer Körnung anfragen

Richtwerte sind ein Startpunkt – das Ergebnis hängt von Ihrem System ab. Schildern Sie uns Trägermaterial und Verfahren, wir stellen passende Muster zusammen.

Sie erreichen uns auch direkt: +49 151 55687366 info@lumentify.com