Die Grundregel: gröber leuchtet stärker, feiner verarbeitet sich besser
Gröbere Pigmente leuchten stärker nach. Feinere Körnungen lassen sich dünner und glatter auftragen, leichter verarbeiten und ergeben glattere Oberflächen – leuchten aber etwas schwächer. Die richtige Korngröße ist deshalb immer ein Abwägen zwischen Leuchtkraft und Verarbeitung.
Körnungen im Überblick
| Korngröße | Was dahintersteckt | Typisch für |
|---|---|---|
| 1–5 µm | Sonderbereich: Üblich sind Körnungen ab 5 µm – durch spezielle Fertigungstechniken bieten wir bis 1 µm an | sehr feine, dünne Schichten und glatte Oberflächen |
| unter 20 µm | Zielbereich für Textil- und Siebdruck – fein genug für Sieb und Druckbild | Textil- und Siebdruck, feine Druckanwendungen |
| 20–30 µm | Bereich der meisten eingefärbten Pigmente | farbige Effekte in Lacken, Harzen und Beschichtungen |
| 60–80 µm | Die stark nachleuchtenden, ungefärbten Pigmente in Natur-Grün, Blaugrün und Blau | hohe Leuchtkraft bei noch guter Verarbeitbarkeit |
| 150 µm | Unsere gröbste Pigmentkörnung – leuchtet am stärksten | maximale Leuchtkraft, wo die Körnung es zulässt; für viele Anwendungen zu grob |
| bis 1 mm | Leuchtgranulat aus reinem Strontiumaluminat | Oberflächen, Gießen und Einbetten – als einzelnes Korn sichtbar |
| ab 4 mm | Leuchtsteine aus Harz und Pigment | Wege, Deko, Einbetten in Harz- oder Betonoberflächen |
Grundsätzlich können wir fast jede Körnung bewerkstelligen. Die Tabelle zeigt die typischen Bereiche – Zwischengrößen stimmen wir auf Ihre Anwendung ab.
Welche Körnung für welche Anwendung?
Lacke, Farben und Beschichtungen
Maßgeblich ist die Schichtdicke: Ein Korn, das dicker ist als die geplante Schicht, steht aus der Oberfläche heraus. Für dünne, glatte Lackschichten sind feine Körnungen die richtige Wahl, für dickere Beschichtungen und Bodenmarkierungen dürfen es gröbere sein – sie leuchten stärker.
Kunststoffe und Masterbatch
Körnung und Zugabeform stimmen wir auf Ihre Compoundier- oder Dosiertechnik ab. Für die Kunststoffverarbeitung gilt zusätzlich die Temperaturregel: Ab ca. 150 °C nur ungefärbte Pigmente verwenden.
Harze und Silikon
Gröbere Pigmente leuchten stärker, sinken in dünnflüssigem Harz aber auch schneller ab. Harz kurz anziehen lassen oder andicken, dann das Pigment einrühren – oder gezielt grobes Pigment oder Granulat in eine obere Schicht geben.
3D-Druck
Für Filamente und Resins sind feinere Körnungen leichter zu verarbeiten und ergeben glattere Oberflächen. Die Körnung stimmen wir auf Düse, Schichthöhe und Druckverfahren ab.
In der PraxisStarten Sie mit der gröbsten Körnung, die Ihr Verfahren und Ihre Oberfläche zulassen – das bringt die meiste Leuchtkraft. Welche das ist, klären wir gemeinsam über eine Bemusterung.
