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Wissen · Verarbeitung

Leuchtpigment in Epoxidharz verarbeiten

Stand: 4 Min. Lesezeit

Epoxidharz ist einer der dankbarsten Träger für Nachleuchtpigmente: transparent, robust, vielseitig. Damit das Ergebnis gleichmäßig leuchtet, kommt es auf Dosierung, Viskosität und den richtigen Rohstoff an.

Infografik Epoxidharz: 15–20 % – reines Pigment bezogen auf das Harz

Warum Epoxidharz so gut funktioniert

Ein transparenter Träger lässt Licht zum Pigment und wieder hinaus – das ist die wichtigste Voraussetzung für starkes Nachleuchten. Unser Pigment ist anorganisch und SiO₂-beschichtet; angegriffen wird es nur durch hohe Temperaturen und starke Säuren. In Zwei-Komponenten-Systemen wie Epoxidharz ist es deshalb gut einsetzbar.

Dosierung

Richtwert sind 15–20 % Pigment bezogen auf das Harz. Testen Sie jede Rezeptur zuerst im kleinen Maßstab. Verwenden Sie das reine Pigment – keine fertige Leuchtfarbe.

Wichtig für die Erwartung: Das Pigment ist nicht transparent und gibt dem Harz einen weißlichen Schimmer. Über Dosierung und Schichtdicke verschieben Sie das Verhältnis zwischen Klarheit und Leuchtkraft.

Das Hauptproblem: Absetzen

In dünnflüssigem Harz sinkt das schwere Pigment ab – am Ende leuchtet nur die Unterseite. Gröbere Körnungen leuchten stärker, sinken aber auch schneller. Bewährt haben sich drei Wege:

  • Anziehen lassen: Harz kurz anziehen lassen, bis es etwas zäher ist, dann das Pigment einrühren.
  • Andicken: die Viskosität des Harzes erhöhen, damit das Pigment in der Schwebe bleibt.
  • Gezielt schichten: das Pigment nur in eine obere Schicht geben – dort, wo es sichtbar sein soll.

Eingerührte Luftblasen lassen sich mit Heißluft entfernen.

Pigment, Granulat oder Leuchtsteine?

Nachleuchtende Rohstoffe für Gießharz
RohstoffWirkung im HarzTypisch für
Pigment (1–150 µm)durchgehend leuchtende Masse oder leuchtende SchichtGießobjekte, Beschichtungen, technische Bauteile
Granulat (bis 1 mm)sichtbare, einzeln leuchtende Körnerleuchtende Adern, Einschlüsse, Rivertables
Leuchtsteine (ab 4 mm)einzelne leuchtende ElementeDesign- und Dekoobjekte, eingegossene Steine

Leuchtfarbe und Haltbarkeit

Am stärksten leuchten Natur-Grün und Blaugrün. Eingefärbte Töne sind im Harz in der Regel gut einsetzbar, weil Epoxidharz meist bei Raumtemperatur oder leicht erhöhter Temperatur aushärtet. Bei sehr dicken Güssen kann die Reaktionswärme jedoch deutlich steigen – beachten Sie dazu das Datenblatt Ihres Harzes, denn ab ca. 150 °C gehören eingefärbte Pigmente nicht mehr ins System. Für Objekte mit dauerhafter UV-Belastung sind die ungefärbten Pigmente die sichere Wahl, denn die organischen Farbstoffe eingefärbter Töne sind unter Umständen weniger UV-stabil.

Kurz zusammengefasst15–20 % reines Pigment, Harz vorher anziehen lassen oder andicken, im kleinen Maßstab testen – und für sichtbare Leuchteffekte Granulat oder Leuchtsteine statt Pigment.

FAQ

Häufige Fragen

Wie viel Leuchtpigment kommt in Epoxidharz?
Als Richtwert 15–20 % Pigment bezogen auf das Harz. Vorher im kleinen Maßstab testen und reines Pigment verwenden, keine fertige Leuchtfarbe.
Warum setzt sich das Leuchtpigment im Harz ab?
Das Pigment ist schwerer als das flüssige Harz. Lassen Sie das Harz kurz anziehen oder dicken Sie es an, bevor Sie das Pigment einrühren – oder geben Sie das Pigment nur in eine obere Schicht.
Bleibt Epoxidharz mit Leuchtpigment klar?
Nicht ganz. Das Pigment ist nicht transparent und gibt dem Harz einen weißlichen Schimmer. Über Dosierung und Schichtdicke lässt sich das Verhältnis aus Klarheit und Leuchtkraft steuern.

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Richtwerte sind ein Startpunkt – das Ergebnis hängt von Ihrem System ab. Schildern Sie uns Trägermaterial und Verfahren, wir stellen passende Muster zusammen.

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