Zum Inhalt springen
LUMENTIFY

Wissen · Material

Pigment, Granulat oder Leuchtstein?

Stand: 4 Min. Lesezeit

Alle drei leuchten nach – aber sie werden völlig unterschiedlich verarbeitet. Welcher Rohstoff passt, hängt vor allem davon ab, ob das Leuchten im Material verschwinden oder als Korn sichtbar sein soll.

Infografik Rohstoffwahl: 3 Formen – ein Werkstoff, drei Verarbeitungen

Die drei Rohstoffe im Vergleich

Nachleuchtende Rohstoffe von LUMENTIFY
PigmentGranulatLeuchtstein
MaterialStrontiumaluminat, SiO₂-beschichtetreines Strontiumaluminat, ohne BindemittelHarz mit eingebettetem Pigment
Größe1–150 µm (Pulver)bis 1 mmab 4 mm, alle Größen
Wirkungleuchtende Fläche – das Pigment verschwindet im Trägereinzelne leuchtende Körner, ähnlich wie Sandeinzelne leuchtende Steine
Verarbeitungeinarbeiten: einrühren, compoundieren, dispergiereneinstreuen, eindrücken, eingießen, fülleneinbetten, verlegen, streuen
FarbenNatur-Grün, Blaugrün, Blau, Weiß; eingefärbte Tönez. B. Grün, Blaualle Farben machbar

Nachleuchtpigment: wenn das Material selbst leuchten soll

Pigment ist der vielseitigste Rohstoff. Es wird in einen Träger eingearbeitet – Lack, Farbe, Kunststoff, Harz, Silikon oder 3D-Druck-Filament – und bringt diesen als Ganzes zum Leuchten. Als Richtwert gelten 15–20 % Pigment bezogen auf das Trägermaterial. Die Korngröße reicht von 1 bis 150 µm: feiner für glatte, dünne Schichten, gröber für mehr Leuchtkraft.

Passt für: leuchtende Lacke und Beschichtungen, Kunststoffbauteile, Masterbatch, Gießharz- und Silikonteile, Filamente.

Leuchtgranulat: wenn das Korn sichtbar sein soll

Granulat ist reines Strontiumaluminat in Körnungen bis 1 mm – das Leuchtmaterial selbst, ohne Bindemittel. Seine Wirkung entfaltet es dort, wo das Korn sichtbar bleibt. Ins Material gemischt verschwindet es unter der Oberfläche.

  • Oberflächen: in die frische Oberfläche drücken und anschleifen oder unter einer transparenten, trittfesten Deckschicht (Epoxid, Außenlack) einbetten.
  • Gießen: in Harz als sichtbare Körner, etwa für leuchtende Adern.
  • Füllen: als Füllung für Gefäße und Lichtspeicher – hydrolysestabil, auch dauerhaft in Wasser.

Leuchtsteine: wenn es groß und robust sein soll

Ab 4 mm fertigen wir Leuchtsteine und Steinchen aus Harz und Nachleuchtpigment – in allen Farben, Größen und Körnungen. Am stärksten leuchten Natur-Grün und Blaugrün.

Passt für: Wege, Garten- und Landschaftsbau, das Einbetten in Harz- oder Betonoberflächen und Deko-Sortimente.

Sonderfall BetonPigment in Beton einzumischen bringt wenig – es verschwindet im Material. Wirksamer sind Granulat oder Leuchtsteine an der Oberfläche oder eine transparente Deckschicht mit Pigment.

Entscheidungshilfe

  • Das ganze Bauteil oder die ganze Fläche soll leuchten? → Pigment
  • Einzelne leuchtende Punkte, sandartige Struktur oder Füllung? → Granulat
  • Sichtbare, robuste Leuchtelemente ab 4 mm? → Leuchtsteine
  • Unsicher? Schildern Sie uns Ihre Anwendung – oft ist auch eine Kombination sinnvoll, etwa Pigment in der Beschichtung und Granulat an der Oberfläche.

FAQ

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Leuchtpigment und Leuchtgranulat?
Pigment ist ein feines Pulver (1–150 µm), das in einen Träger eingearbeitet wird und diesen als Fläche leuchten lässt. Granulat ist reines Strontiumaluminat bis 1 mm, das als einzelnes Korn sichtbar bleibt.
Woraus bestehen Leuchtsteine?
Aus Harz mit eingebettetem Nachleuchtpigment. Wir fertigen sie ab 4 mm in allen Farben, Größen und Körnungen.
Was eignet sich für leuchtende Betonoberflächen?
Granulat oder Leuchtsteine an der Oberfläche oder eine transparente, trittfeste Deckschicht mit Pigment. In den Beton eingemischtes Pigment bringt wenig.

Passenden Rohstoff anfragen

Richtwerte sind ein Startpunkt – das Ergebnis hängt von Ihrem System ab. Schildern Sie uns Trägermaterial und Verfahren, wir stellen passende Muster zusammen.

Sie erreichen uns auch direkt: +49 151 55687366 info@lumentify.com