Drei Wege zur leuchtenden Markierung
| Weg | Aufbau | Geeignet für |
|---|---|---|
| Pigment in der Beschichtung | Pigment in einen transparenten Lack oder eine transparente Beschichtung einarbeiten, in mehreren Schichten auftragen | Linien, Stufenkanten, Flächen auf glatten Untergründen |
| Granulat eingestreut | Granulat in die frische Beschichtung streuen, mit transparenter, trittfester Deckschicht versiegeln | stark beanspruchte Böden, sichtbare Leuchtpunkte |
| Leuchtsteine eingebettet | Leuchtsteine ab 4 mm in Harz- oder Betonoberflächen einbetten | Wege, Außenanlagen, Garten- und Landschaftsbau |
Weg 1: Pigment in der Beschichtung
- Untergrund hell machen. Auf dunklem Boden zuerst hell grundieren – dunkle Untergründe schlucken Leuchtkraft.
- Transparent pigmentieren. 15–20 % Pigment bezogen auf den transparenten Lack; in deckende Systeme müssten 30–50 %.
- Mehrere Schichten. Zwei bis drei Schichten, auf größeren Flächen am gleichmäßigsten im Spritzverfahren.
- Versiegeln. Eine transparente, trittfeste Deckschicht schützt die leuchtende Schicht.
Weg 2: Granulat einstreuen
Leuchtgranulat aus reinem Strontiumaluminat (bis 1 mm) wird in die noch frische Beschichtung gestreut und anschließend mit einer transparenten, trittfesten Deckschicht – etwa Epoxid oder ein Außenlack – versiegelt. Das Granulat bleibt als Korn sichtbar und leuchtet punktuell.
Sonderfall Beton
Pigment in Beton einzumischen bringt wenig – es verschwindet im Material. Wirksamer sind:
- Granulat in die feuchte Betonoberfläche drücken und nach dem Aushärten anschleifen,
- nach dem Aushärten eine transparente, trittfeste Schicht mit Pigment oder Granulat aufbringen,
- Pigment in eine farblose Betonversiegelung einarbeiten,
- Leuchtsteine in die Oberfläche einbetten.
Aufladen und Sichtbarkeit
- Licht einplanen. Markierungen dort setzen, wo sie tagsüber oder durch die Raumbeleuchtung Licht bekommen. Am schnellsten lädt UV-Anteil; Kunstlicht braucht länger.
- Störlicht vermeiden. Nachleuchten ist nur in echter Dunkelheit gut sichtbar. Im Außenbereich überstrahlt schon eine Straßenlaterne den Effekt weitgehend.
- Außen schützen. Leuchtende Schichten im Außenbereich mit wasserfestem Klarlack überziehen.
Haltbarkeit
Das Pigment selbst ist sehr beständig und altert nur sehr gering, und die SiO₂-Beschichtung macht es hydrolysestabil. Wie lange eine Markierung hält, bestimmt deshalb vor allem die Deckschicht und ihre Abriebfestigkeit.
Orientierung, keine BeleuchtungNachleuchtende Markierungen machen Wege und Kanten im Dunkeln sichtbar, sie ersetzen keine Beleuchtung. Muss eine Markierung bestimmte Vorgaben erfüllen, klären Sie diese mit Ihrem Fachplaner – wir liefern das Material und beraten zur Verarbeitung.
