Die Grundformel
Pigmentmenge = Menge des Trägermaterials × Pigmentanteil
Der Pigmentanteil bezieht sich auf das Trägermaterial – also auf Lack, Harz oder Kunststoff, dem das Pigment zugegeben wird. Die Richtwerte:
- 15–20 % für transparente und helle Träger (Klarlack, Gießharz, helle Kunststoffe)
- 30–50 % für deckende Träger wie weiße Wandfarbe
Als Faustregel aus der Praxis: Auf 100 ml Lack kommen rund 20 g Pigment.
Beispieltabelle
| Trägermaterial | transparent / hell (15–20 %) | deckend (30–50 %) |
|---|---|---|
| 10 kg | 1,5–2 kg | 3–5 kg |
| 100 kg | 15–20 kg | 30–50 kg |
| 500 kg | 75–100 kg | 150–250 kg |
| 1.000 kg | 150–200 kg | 300–500 kg |
Bedarf für Flächen
Bei Beschichtungen planen Sie meist nicht in Kilogramm, sondern in Quadratmetern. Dann ermitteln Sie zuerst die Menge des Trägermaterials über den Verbrauch laut Datenblatt Ihres Lacks oder Ihrer Beschichtung:
Trägermenge = Fläche × Verbrauch je m² × Anzahl der pigmentierten Schichten
Anschließend wenden Sie die Grundformel an.
Rechenbeispiel mit angenommenen Werten50 m² Fläche, ein Klarlack mit einem Verbrauch von 200 g/m² (Beispielwert – maßgeblich ist Ihr Datenblatt), zwei pigmentierte Schichten: 50 m² × 0,2 kg/m² × 2 = 20 kg Lack. Bei 15–20 % Pigment ergibt das 3–4 kg Nachleuchtpigment.
Was die Rechnung beeinflusst
- Träger: Je deckender oder dunkler der Träger, desto höher der nötige Anteil.
- Gezielter Einsatz: Oft muss nicht die ganze Fläche oder das ganze Bauteil leuchten. Nur die oberste Schicht zu pigmentieren oder nur Markierungen leuchten zu lassen, senkt den Bedarf deutlich.
- Masterbatch: Bei Masterbatch-Vorprodukten hängt die Konzentration vom späteren Verdünnungsverhältnis ab – diese Rechnung machen wir gemeinsam mit Ihnen.
- Granulat und Leuchtsteine: Hier entscheidet die Streu- oder Einbettdichte, nicht ein Prozentanteil. Die Menge ermitteln wir mit Ihnen am Muster.
Gewicht und Volumen
Nachleuchtpigment hat eine Dichte von 3,6 g/cm³ und ist damit deutlich schwerer als die meisten Bindemittel. 20 % Pigment nach Gewicht nehmen deshalb deutlich weniger als 20 % des Volumens ein. Für die Bestellung zählt das Gewicht; für Viskosität und Absetzverhalten im flüssigen System lohnt der Blick auf das Volumen.
Vom Überschlag zur Bestellung
Der Überschlag gibt Ihnen eine Größenordnung. Die genaue Dosierung legen Sie am besten über eine Bemusterung in Ihrem eigenen System fest – danach lässt sich der Bedarf für Projekt-, Serien- oder Großmengen verlässlich planen. Wir liefern in großen Gebinden und auch als wiederkehrende Produktionsmenge.
Die rund 20 % Pigmentanteil sind dabei unsere Kalkulations- und Testgrundlage. Wie viel Sie am Ende tatsächlich brauchen, entscheiden Sie – am besten nach eigenen Tests und einer Evaluierung in Ihrer Produktion. Wir unterstützen Sie dabei gern mit Beratung per Telefon oder Videocall. Wie das abläuft, steht unter Bemusterung und Großmengen.
